25 Jahre ist es her, dass der innovationsfreudige Saarwinzer Adolf Schmitt seine Idee vom deutschen Winzersekt in die Tat umsetzt. Im Keller seines Weinguts füllt er 1981/82 die ersten 700 Flaschen Sekt, die er aus seinem eigenen Wein keltert. Diesen Sekt genießt er gemeinsam mit etlichen seiner Winzerkollegen und überzeugt auf diese Art 32 von ihnen, eine Erzeugergemeinschaft für Winzersekt zu gründen.
Diese Saar-Mosel-Winzersekt Erzeugergemeinschaft (SEG) füllt im Februar 1983 ihre ersten 50.000 Flaschen, die bereits im Frühjahr des darauffolgenen Jahres probiert werden können. Die Fachwelt und der Kundenstamm der Gründungsweingüter sind begeistert, die Nachfrage ist überwältigend. So kommt es, dass die SMW GmbH, die die Geschäfte der SEG führt, sich stark vergrößern muss und bereits 1984 die weitläufigen Räume der ehemaligen Försterkellerei in der Gilbertstraße in Trier bezieht.
Schon kurze Zeit später erreicht die SEG ihre heutige Größe von 123 Prädikatsweingütern. Sie bilden eine stabile Gemeinschaft, die der Qualitätsphilosophie verpflichtet ist, nur Spitzensekt aus Spitzenwein herzustellen und damit einen wachsenden Stamm von Premiumkunden zu beliefern.
Der vielfach prämierte Kellermeister der SMW, Peter Jostock, bringt es auf den Punkt: "Die Mitglieder der Erzeugergemeinschaft wissen, dass wir hier keinen Pfusch akzeptieren. Jeder Wein, der in der SMW zu Sekt oder Branntwein verarbeitet wird, geht durch meine Nase und über meine Zunge. Wer diesen Test nicht besteht, kann seinen Wein wieder mit nach Hause nehmen. Das kommt aber selten vor, denn unsere Mitglieder wissen, dass sie bei uns für Premiumqualität einen Premiumpreis bekommen und der liegt beinahe doppelt so hoch wie der marktübliche Preis für Sektgrundwein. Das wirkt bis in die Gaumen der Genießer, für die 'Dichtertraum' der Sekt ihrer Wahl ist."
Die Eigenmarken "Dichtertraum" für trockenen und "Ce Soir" für lieblichen Sekt, sowie "XO" für den weichen Branntwein aus Prädikatsriesling tragen zum Erfolg der SMW erheblich bei. Nur durch sie verankert sich der Name im Bewusstsein der qualitätsorientierten Verbraucher und nur durch sie ist das Überleben der SMW auf Dauer gesichert. Die Spitzenkräfte in Herstellung und Vermarktung wären allein durch die Lohnversektung für die Mitgliedsbetriebe in der Vereinsstuktur der SEG nicht zu finanzieren.
Die SMW hat in den letzten Jahren viel Geld in die Modernisierung des Maschinenparks gesteckt: Eine neue Etikettiermaschine ist bestellt, die Degorgiermaschine und die Verkorkung sind erst kürzlich durch Neue ersetzt worden. Die Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum des Betriebs sowohl im Bereich der Lohnversektung als auch im Bereich der Eigenmarken sind also denkbar günstig. (nach oben)