Verschiedene durchgegorene Grundweine werden in der SMW zu einer Cuvée veredelt und dann angereichert. "Durchgegoren" bedeutet, dass in der ersten Gärung der Zucker aus dem Most vollständig zu Alkohol vergoren wurde. Ergebnis ist ein klarer, säurebetonter Sekt-Grundwein. Eine "SMW-Cuvée" ist eine harmonische Mischung aus verschiedenen Weinen eines Jahrgangs und einer Rebsorte. "Angereichert" bedeutet, dass die Sektgärung im Grundwein durch Zugabe von Zucker und Hefe gestartet wird. Diesen Anreicherungsvorgang nennt man auch "Fülldosage".
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In diesem 500l-Mischgefäß werden Hefe und Grundwein mit Zucker vermischt. Dieser 1000l-Tank mit Rührgerät (grün) enthält die Mischung. Er ist durch einen Schlauch mit der Abfüllanlage verbunden. Frische Flaschen warten auf ihe Befüllung. Der Sekt, in dem die Hefe fein verteilt ist, wird auf Flaschen gefüllt. Im Sekundentakt drehen sich die Flaschen durch den Kronverkorker. Die mit Kronenkorken verschlossenen Flaschen werden in Container gepackt. Die Container werden mit dem Gabelstapler zum Reifen in den Keller gebracht.
Der Wein liegt dann so lange mit Hefe und Zucker in den Holz- oder Gitterkästen, bis er zu Sekt geworden ist, bis also die Hefe den Zucker vollständig in Alkohol umgewandelt hat. Dabei entsteht in der Flasche ein hoher Druck, weil neben Alkohol auch Kohlensäure gebildet wird. Der Druck wird mittels einer Referenzflasche pro 1.000 Liter ständig überwacht.
Durch tägliches Drehen der Flaschen ("Rütteln") sackt die Hefe in den Kopf der Flasche und konzentriert sich zu einem Pfropfen direkt unterhalb des Kronenkorkens. Bei jedem Rütteln wird der Winkel, mit der die Flasche im Rüttelpult steckt, minimal steiler eingestellt. Zu Beginn stecken die Flaschen fast waagerecht im Pult, zum Schluß fast senkrecht.
Ist nach 6 Wochen das Rütteln abgeschlossen, werden die Flaschen kopfüber senkrecht in Containern gelagert. In diesem Zustand können sie Jahrzehnte überdauern.
Am Ende der Lagerzeit werden die Container aus dem Keller gefahren und neben der Degorgiermaschine abgestellt. Der Geselle entnimmt die Flaschen einzeln von Hand und legt sie in die Degorgiermaschine. Diese moderne Warmdegorgiermaschine erfüllt zwei Funktionen: Degorgieren und Dosieren.
Im ersten Degorgier-Schritt wird die Flasche in die Maschine eingelegt und der Kronenkorken geöffnet. Dabei fliegt der Hefepfropf mit lautem Knall aus der Flasche, Hefe spritzt herum. Blitzschnell verschließt ein Gummistopfen die Öffnung, um den Druck zu halten und den Sektverlust zu begrenzen.
Ständig überwacht und prüft das Personal der SMW das einwandfreie Funktionieren der Maschine. Peter Jostock, Kellermeister der SMW, prüft die korrekte Dosage einer Einzelflasche nach einer Wartungspause.
Am Einlassstutzen der "Korkenrohrpost" werden die Korken automatisch richtig herum gedreht und dann per Luftdruck durch die Röhre transportiert. Am Ende der Röhre werden die Korken in die Sektflasche gehämmert und mit einem, "Agraffe" genannten, Metallbügel gesichert und verziert.
Nach der langen Reifung und Lagerung im Keller und dem Degorgieren haben sich die Flaschen eine gründliche Dusche verdient. Der Flaschenspülmaschine folgt ein starker Fön. Nach der Wäsche sind die Flaschen also nicht nur sauber, sondern auch trocken. Die sauberen und trockenen Flaschen sind nun bereit fürs Etikettieren und Verpacken.
Vor dem Etikettieren wird die Flasche noch mit der typischen Sektkappe verziert. Der Hilfsarbeiter sorgt für Nachschub.
Eine Maschine prüft den korrekten Sitz der Kappe. In zwei Schritten wird die Kappe der Flasche angeformt: 1) verknittern und 2) festsaugen.
So sieht die Flasche nach dem Verknittern aus. Und so nach dem Festsaugen.
Diese historische Leimetikettiermaschine ist noch voll funktionsfähig, eine neue ist jedoch bereits bestellt. Viele Winzer ziehen heute das modernere Selbstklebeetikett der traditionsreichen Leimetikettierung vor, daher stehen in der SMW zur Zeit zwei Maschinen.








































